Seit einer Woche hat die BLS neue Nachbarn: 25 Kinder zwischen einem halben und sechs Jahren und vier Erzieherinnen haben sich in den ehemaligen Räumen des Grundlagen-Lehrstuhls eingefunden. Die „Kindertagesstätte an der Bucerius Law School“ hat alles: Ganztagesbetreuung, Bio-Kost, einen ganzheitlichen Ansatz, der sich an der Reggio-Pädagogik orientiert, zweisprachige Erzieherinnen, und sogar ein Erlebnisbad. Ein Erlebnisbad! Da wird man direkt neidisch.

Aber zu neidisch sollte man auch nicht werden. Die Knirpse haben ein volles Programm: Nach dem ‚pädagogischen Konzept‘ sollen die Kinder „früh spielerisch die Phänomene der Natur, logische Zusammenhänge, musisches und kreatives Erleben sowie die Bedeutung der Sprache herangeführt werden“. Puh! Und ich dachte, Kindergarten bedeutet einfach nur, den ganzen Tag spielen zu dürfen…

Fotos gibt es hier und hier. Schirmherrin ist Loki Schmidt – sie war selbst einmal Grundschullehrerin und weiß, was für einen Segen Kinder darstellen.

Wer in letzter Zeit nicht mehr im Bewerberforum war, den interessiert vielleicht diese kuriose Frage eines potentiellen Kommilitonen hier:

Laut des Artikels „Kita-Konzept der Zeit-Stiftung“ aus dem Hamburger Abendblatt vom 26. Oktober 2007 soll auf dem Law School Campus eine Kindertagesstätte eröffnet werden. Wo genau wird diese Kita untergebracht sein? Besteht Sorge bezüglich der Nähe zur Universität? Werden die Studenten in Zukunft den Campus mit den Kindern teilen müssen? Vielen Dank für Ihre Antwort.

Die PR-Abteilung antwortet resolut:

Die Bucerius-Kita wird im ehemaligen Betriebsgebäude neben dem Bucerius Center for Graduate Studies – Deutsche Bank Hall untergebracht sein. Die Kita verbessert die Vereinbarkeit von Studium oder Beruf und Familie für Studierende und Mitarbeiter. Die räumliche Nähe ist folglich ein großer Vorteil. Als Grün- und Außenfläche werden die Kita-Kinder den benachbarten Park „Planten un Blomen“ spannender finden als den Campus der Law School. Und trotz eines anspruchsvollen pädagogischen Kita-Konzepts werden die Kita-Kinder den Law-School-Studierenden weder die Plätze im Hörsaal noch in der Bibliothek streitig machen.

Zugegeben, ich habe von den Kindern bisher noch keinen Ton gehört, sie verbringen ihren Tag ja entweder im Betriebsgebäude hinter der Bibliothek oder im Spielplatz in Planten un Blomen. Ob ich mein Kind jedoch in einen Kindergarten schicken würde, der keinen eigenen Hof hat? Eine Warteliste gibt es jedenfalls schon. Finanziert wird die Kita – wie könnte es auch anders sein – aus einem Mix aus Gutscheinen, Elternbeiträgen, Stiftungsgeldern und Spenden.

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