März 2008


Als Jurastudent hat man ja manchmal schon komische Gedanken:

Heute jährt sich ja mal wieder die Auferstehung von Jesus Christus. Wie war das denn damals eigentlich mit der Erbfolge? Eigentlich müsste sein Vermögen seinen Eltern zugefallen sein. (Nur wurde das nicht erwähnt.) Nehmen wir mal an, er hatte überhaupt irgendwas zu vererben außer seinen Sandalen. (Außerdem wurden ihm seine Klamotten eh vorher geraubt, Mt 27, 35.) Ist Gott erbfähig? Sicherlich nicht, § 1 ff. BGB. Weder juristische noch natürliche Person. Also kriegt Maria alles, § 1925 BGB. (Josef lassen wir mal in klassischer Manier außen vor.) Aber die hätte das Erbe wahrscheinlich ausgeschlagen. Dann wäre es ja dem römischen Fiskus zugefallen, § 1936 BGB.

Probleme bereitet uns der Ostersonntag: Da ist der Tote plötzlich wieder da. Und will seine Sachen eventuell zurück. Aber sieht die gesetzliche Erbfolge eine Rückabwicklung für den Fall der Auferstehung vor? Mir wäre keine bekannt. § 346 analog oder § 812 BGB? Hätte der römische Staat seinen Nachlass denn gutgläubig erwerben können (932 ff. BGB analog)? Abgesehen davon, dass der gutgläubige Erwerb beweglicher Sachen ja nur rechtsgeschäftliche Tatbestände umfasst, gibt es noch viele andere Probleme: Ist die Tatsache, dass die Römer den Messias umgebracht haben, nicht irgendwie grober Undank oder so (Erbunwürdigkeit, § 2339 BGB)? Und auf welchen Zeitpunkt muss sich der gute Glaube beziehen? Um vor allem: an was?

Nachweisen lässt sich der gute Glaube des römischen Reiches an Jesus erst knapp 300 Jahre später – oder gibt es einen anderen Weg, die Erklärung des Christentums als Staatsreligion für das römische Reich zu deuten?

Da sollten die Ansprüche aber schon verjährt sein. buc.blog wünscht frohe Ostern!

M.S., N.C.

Na, anscheinend hat es sich gelohnt:

ILEC
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Die Bucerius Education GmbH bietet jetzt auch ILEC-Vorbereitungskurse für Anwälte an, die für ihre tägliche Arbeit hervorragende Kenntnisse der englischen Rechtsprache nachweisen können müssen.
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Die buc.blog-Redaktion hat den Test unter die Lupe genommen und kann ein hervorragendes assessment der Prüflinge garantieren ;-). (Law-School Studenten brauchen den Test nicht zu absolvieren, denn eine umfangreiche Sprachausbildung und die hochschuleigene Fachspezifische Fremdsprachenprüfung sind ja bereits Teil des Studienprogramms zur Ersten Prüfung.)
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Übrigens: Ja, richtig gelesen:
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ILECdetail
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Nicht ohne. Aber es ist ja für einen guten Zweck.

Das Mooting-Team der BLS ist beim Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moot in Wien in der dritten Runde ausgeschieden. Es gehört damit zu den besten 32 Teams – insgesamt waren Mooter von 203 Unis aus 52 Ländern angetreten. Ebenfalls rausgeflogen sind Universitäten wie Cornell, wir haben uns also äußerst ehrenhaft geschlagen.

Herzlichen Glückwunsch!

Die Klausuren rücken unaufhaltsam näher, was sich überall bemerkbar macht, zum Beispiel in dieser Episode:
Dieser Mann mit dem Block wird immer merkwürdiger: Gerade wollte ich ein Dokument ausdrucken und gehe in den Druckerraum, da kommt er mir entgegen und teilt mir mit, dass er gerade meinen Druckauftrag gelöscht habe. Nur meinen, die anderen seien noch da. Und als ich einfach erneut auf ‚drucken‚ gehe und doch ausdrucke, fragt er mich quer durch den Raum, ob ich jetzt ausdrucken konnte. Leidet er unter Realitätsverkennung? Ich hatte kein Problem mit dem Drucker. Und normalerweise meckert er jeden an, der auch nur flüstert. Merkwürdig.
Heidi
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Wir brauchen alle Ferien, Studenten wie Mitarbeiter. Durchhalten: Noch zwei Wochen.
RPhilo
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S. 76:

Das Ziel der Reinen Rechtslehre ist, die Jurisprudenz, die in rechtspolitischem Raisonement fast völlig aufgegangen sei, auf die Höhe einer echten Wissenschaft zu heben. Es gelte, ihre nicht auf Gestaltung, sondern ausschließlich auf Erkenntnis des Rechts gerichteten Tendenzen zu entfalten und deren Ergebnisse dem Ideal aller Wissenschaft, Objektivität und Exaktheit, soweit als irgend möglich anzunähern.

Was es alles gibt: RPhilo-Skripten von Alpmann. Sogar bebildert und inklusive Rechtschreibfehler.

Ich hätte mir nie träumen lassen, dass ich eines Tages das Paragraphenzeichen über eine Handytastatur eingeben würde.

Oje.

Ein Vorteil, lange in der Bib zu bleiben: Man wird mit einem Feuerwerk belohnt (momentan ist Frühlingsdom).

Feuerwerk Feuerwerk2

Ja, die Bilder sind grauenhaft, schimpft ruhig. Nach den ersten Schnappschüssen wollte ich die Verschlusszeit verändern, aber da war meine Batterie leer. Aber es besteht Hoffnung: In den Ferien besuche ich einen Fotoworkshop (für Anfänger), was der Qualität der Bilder im buc.blog sicher zu Gute kommen wird.

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