Mai 2008


Auch wenn man im Praktikum oft genug das Gegenteil hört: „Die Wirtschaft“ findet unsere Hochschule doch nicht so schlecht.

Ich nenne sie liebevoll Ebelin und Gerd: Unsere beiden Campusenten. Das niedliche Paar hat sich anscheinend von seinen Artgenossen im Wallgraben abgesetzt und lebt seitdem watschelnd und schnatternd auf dem Hof. Sie machen den Eichhörnchen ihre Rolle als inofizielle Maskottchen doch wirklich streitig. Sind sie nicht wunderschön?

Achja: Ebelin und Gerd fressen keine Zigarettenkippen. Wirklich nicht.

Na also: Seit heute gibt es in der Mensa Eis in der Waffel für 50 Cent pro Kugel. Und sogar Schokostreuseln obendrauf. Geht doch!

Update: War ja klar. Im Gegenzug hält sich die Mensa mal prompt nicht an die 2,40-€-Regel. Super.

Update²: An der Kasse kosteten die Nürnberger mit Bohnen und Bratkartoffeln im Gegensatz zum Speiseplan doch nur noch 2,20. Sieh einer an. Dafür war die Kugel Eis im Gegensatz zum gestrigen Einführungspreis nur für 60 Cent zu haben. Mann, Mann, Mann. Ich brauche mehr Schlaf, um das alles zu verstehen. Und gut, dass ich nicht BWL studiere.

„BLS Forum“, so nannte sich die gestrige, seit mehreren Monaten anstehende Infoveranstaltung zur Studienfinanzierung. Entgegen der Ankündigung wurde nicht nur der neue Umgekehrte Generationenvertrag vorgestellt, Dr. Wenzler erstattete auch einen allgemeinen Bericht über die Finanzpolitik der Hochschule „hinter den Kulissen“.

Die Infos zum neuen UGV, die hier zunächst stehen sollten, sind vielleicht doch zu intern. Wer sich dafür interessiert, bekommt sie gerne per Mail.

An dieser Stelle nur so viel: Insgesamt ist ein Wechsel bei den Vertragskonditionen in Bezug auf die Einkommensberechnung, die Rückzahlungsdauer und den Restkredit geplant, der UGV soll jetzt auch die Post-EVP-Gebühren umfassen. Schließlich soll nicht mehr der alte Münchener Dienstleister, sondern ein Unternehmen namens „brain capital„, das sich auch um den UGV der WHU kümmert, die Zahlungen verwalten. (Interessant ist übrigens dieses Dokument über die Konditionen der Vallendarer.)

Zu den Post-EVP-Gebühren: Es bleibt bei 500 Euro im Trimester im Vergleich zu circa 250 Euro für Promovenden (inklusive Semesterticket). Eine Angleichung dieser Summen wurde heiß diskutiert und soll von der Hochschulleitung tatsächlich angedacht werden, da mehrere Examenskandidaten überlegen, nach dem EVP an die Uni Hamburg zu wechseln. Das schadet natürlich der Statistik — und gibt der SV ein starkes Argument in die Hand.

Schließlich gab es interessante Infos über die Essensversorgung: Das Studierendenwerk Hamburg, betreibt ja die Mensa, das Catering, das Café und die Automaten (→Pepsi). Wir haben darüber gesprochen, dass die Hochschule ihre Strategie, sowohl die Preise akzeptabel als auch die Qualität der Speisen auf einem höheren Niveau als dem der Schweinemensa zu halten, vielleicht überdenken sollte.

Schließlich hat mich noch eine Zahl verwundert: Hättet ihr gewusst, dass an der BLS momentan 180 (!) Promotionsstudenten eingeschrieben sind?

Fazit: Das Forum ist Ausdruck einer erfreulich transparenten Hochschulpolitik. Ich hatte das Gefühl, dass man auf unsere Rückmeldungen einging und bin gespannt auf die weitere Diskussion. (Auch hier in den Kommentaren.)

Die Welt stellt heute fest, dass immer mehr Hamburger Geschäftsleute per Rad zur Arbeit fahren. Exemplarisch werden Hariolf „Fireman“ Wenzler und der nicht ganz unumstrittene Ehrenprofessor und Engel Christoph Seibt vorgestellt und zitiert.

Und, wie hätte es anders sein können, wird unser lieber CEO gleich mal falsch zitiert: Er nehme das Rad mit in die S-Bahn, wenn es regne, heißt es da. Das kann aber so ganz nicht sein: Erstens darf man morgens von 6-9:00 Uhr keine Räder mit in die Bahn nehmen und zweitens benutzt Harry auf dem Weg zur Rothenbaumchaussee sicher die U- und nicht die S-Bahn. Kleinigkeiten, zugegeben, aber ich sach ja nur.

Ich nutze die Gelegenheit mal, um auf die nicht gerade üppigen Abstellmöglichkeiten für Fahrräder auf dem Campus hinzuweisen — besonders vor der Bib.

Im Rahmen einer Aktion gab es neulich bei Penny Bürgerliche Gesetzbücher für 4,99 €. Nicht gerade ein Schnäppchen: Für fünf Märker gibt’s auch die Standard-Beck-Ausgabe mit allerlei Schnickschnack wie ProdHaftG oder AGG inklusive. Und ich will kein Gesetz „auf Grundlage der Textversion der Juris GmbH“, sondern auf Grundlage des Bundesgesetzblatts, jawohl.

Besonders schön der Klappentext, der wohl nicht auf den (werdenden) Fachmann abzielte, sondern Gelegenheitskäufer ansprechen sollte:

Mit Hilfe eines ausführlichen, komplett neu erstellten Registers erschließt sich dieses Werk auch dem juristischen Laien. Da die Stichworte auf alle die Sache betreffenden Paragraphen verweisen, eröffnet das Register dem Benutzer eine Vielfalt neuer Zusammenhänge und interessanter Perspektiven.

Es geht doch nichts über eine gute Idiotenwiese.

Vielen Dank an Matthias.

Grmpf. Ketchup darf nicht extra kosten.

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