Juni 2008


Stern.de macht gerade Werbung für das Ebay-Magazin. Und da stehen in der aktuellen Ausgabe die 26 größten Ebay-Rechtsirrtümer drin.

Wie passend, in zwei Wochen schreiben die 2007er ja ihre Verbraucherschutzklausur. Und bekanntermaßen haben die 2005er im Brückenkurs ihre erste große BGB-Klausur über Vertragsschluss bei Ebay geschrieben.

Wenn ich Ware ohne Grund zurückgebe, kriege ich den Kaufpreis zurück – nicht aber die Versandkosten.

Wer vom Widerrufsrecht Gebrauch macht, hat Anspruch auf Rückerstattung seiner Zahlung. „Und dazu gehören auch die Hinsendekosten“, sagt Rechtsanwalt Keller. Nur das Porto für den Rückversand an den Händler muss der Käufer selbst tragen – aber auch nur, wenn die Ware günstig war. Laut § 357 (2) BGB dürfen die Rücksendekosten dem Verbraucher nur auferlegt werden, „wenn der Preis der zurückzusendenden Sache einen Betrag von 40 Euro nicht übersteigt“. Andernfalls muss der Unternehmer auch diesen Posten zahlen.

Stimmt genau. Ich kann mich noch genau erinnern, wie sich ein gewisser Professor aus Frankender Oberpfalz über diese Norm lustig gemacht hat, genauer über die Grenze bei 40 Euro. Von wegen es gäbe ja auch Möglichkeiten, eine solche Klausel inflationsfest zu machen. Jaja, das AGB-Recht…

via lawblog.

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Endlich kommt das Kartenlesegerät für die Tür am Automatenraum.

Der Wachmann informierte mich, dass es nicht erlaubt sei, über den Zaun zu klettern.

Nach der schweren sinfonischen Kost vom letzten Semester haben Chor und Orchester der Uni Hamburg dieses Mal ein wirklich schönes Programm zu bieten: Puccini!

V’è nella Selva Nera una leggenda
Che delle Villi la leggenda è detta
E ai spergiuri d’amor suona tremenda.
Se muor d’amore qualche giovinetta
Nella selva ogni notte la tregenda
Vieni a danzare, e il traditor vi aspetta;
Poi, se l’incontra con lui danza e ride
E, colla foga del danzar, l’uccide.

(Im Schwarzwald gibt es eine Sage,
Die Sage der Willis genannt,
Und sie erfüllt alle untreuen Liebhaber mit Angst.
Wenn ein Mädchen an Liebe stirbt,
Kommen jede Nacht die Hexen in den Wald
Zum Tanzen, um auf den Verräter zu warten.
Wenn sie ihn treffen, tanzen sie mit ihm und lachen
Und lassen ihn zu Tode tanzen.)

In der ersten Hälfte ist Puccinis Abschlussarbeit am Mailänder Konservatorium, das Capriccio Sinfonico und eine Ode Sinfonica des Zeitgenossen Francesco Cilea zu hören. Nach der Pause folgt die konzertante Aufführung von Puccinis erster Oper Le Villi, in der es um die große Liebe der Försterstochter Anna zu ihrem Roberto geht. Es kommt, wie es kommen muss: Er verlässt sie, sie stirbt aus Gram, kehrt jedoch als Geist zurück und rächt sich im letzten Akt in einem furiosen Todestanz – hörenswert!

Sonntag, 29. Juni
17:00 Uhr
Laeiszhalle

Äh, ja, das Konzert ist direkt vor dem EM-Finale. Aber es ist auch pünktlich vorher vorbei, keine Angst. Und bis in die Schanze oder nach Pauli sind es ja nur ein paar Haltestellen. Inzwischen sitzen übrigens fünf sechs Bucerianer im Orchester — Karten kosten 5, 8 und 12 Euro.

Weitere Informationen zum Programm hier.

Hä? Puccini? Italienische Oper?

Trinken, Singen, Lieben – darum geht es im Sommerkonzert von Chor und Orchester am Montag um 19:00 Uhr im Moot Court.

Hier das Programm:

Antonio Vivaldi:
Concerto grosso für zwei Soloviolinen, Cello und Orchester d-Moll
Solisten: Philipp Tieben, Christian Burmeister, Friedrich v. Schönfeld

Joseph Haydn:
„Die Beredsamkeit“ für Chor

trad. franz.:
„Tourdion“ für Chor

Felix Mendelssohn-Bartholdy:
4. Sinfonie A-Dur („Italienische“), 2. Satz: Andante con moto

Johannes Brahms:
„Dein Herzlein Mild“ für Chor

Carl Maria von Weber
Concertino für Klarinette und Orchester c-Moll
Solist: Lukas Mezger

Anton Bruckner:
Graduale „Locus Iste“ für Chor und Orchester

Anton Bruckner:
„Ave Maria“ für Chor und Orchester

Das Programm ist dieses Mal sehr klassisch. Dafür hat besonders der Chor sehr lustige Texte im Programm — es besteht zur Hälfte aus Trinkliedern. Zitat:

Freunde, Wasser machet stumm:
Lernet dieses an den Fischen.
Doch beim Weine kehrt sichs um:
Dieses lernt an unsern Tischen.
(Lessing)

Das Orchester spielt mit dem Vivaldi einen richtigen „Evergreen“ und Herr von Weber ist immer für ein bisschen „Drama, baby“ zu haben. Der Bruckner zum Schluss wird sicher richtig schön kitschig. Alles in allem eine runde Sache. Außerdem: Der neue Konzertsaal verspricht eine wunderbare Atmosphäre – Herzliche Einladung!

Die Sonne ist weg, die Klausuren rücken näher, die Bib ruft, die Blogfrequenz sinkt.

Und ich suche übrigens immer noch eine Urlaubsvertretung fürs Herbsttrimester…

Update: Eine Teilzeitvertretung habe ich schon. Herzlich Willkommen, KK!

Buc.blog kann sich ja über mangelnde Leserschaft nicht beschweren. Aber besonders in den höheren Jahrgängen scheint er unbekannt zu sein: Jedenfalls habe ich mittlerweile schon 27 Leuten das neue Drucksystem erklärt.

Sooo oft bin ich gar nicht im PC-Raum…

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