September 2008


Die Bucerius-Mensa wird teuer. Dazu schreibe ich lieber nichts.

Eine andere Sache allerdings drängt sich im Vergleich auf: Sie wirkt manchmal noch etwas neu, steril, ohne Patina und Tradition. Schade. Denn auch so kann der Speisesaal einer Universität aussehen:
Mensa

"Mensa"

Ob das Essen bei der Premiumversorgung durch das Studierendenwerk an der Butze mithalten kann, konnte (durfte) ich leider nicht testen. Auf den Speisekarten waren drei Gänge mit Mousse au Chocolat als Abschluss angekündigt.

Gesehen im Christ Church College in Oxford. Die Essenspreise konnte ich leider nicht ermitteln, Frühstück, Mittagessen und Abendessen sind in den „College Fees“ von mehreren tausend Pfund jährlich inbegriffen.

(Dieser Speisesaal war auch Kulisse für die „Harry Potter“-Filme.)

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Die deutschen Jurastudenten scheinen ein gesundes Selbstbewusstsein zu besitzen. Zumindest diejenigen, die sich im „Karriereportal“ e-fellows.net registriert haben oder dort Stipendiaten sind (gut, so ein vergünstigter Internetzugang ist nicht ohne).

Gerade schickte mir mein netter Online-Stipendien-Geber eine Mail mit dem Betreff: „Grosskanzlei, wir kommen – und wir wollen viel Geld!“

Schluck. Das ist deutlich.

Laut dem Absolventenbarometer 2008 Law Edition verlangen „23,6 Prozent der Absolventen sogar ein Einstiegsgehalt, das über 80.000 Euro liegt“.

Ich selbst schwöre mir immer, meine Seele nie an eine Unternehmensberatung zu verkaufen, von wegen wann man das hart verdiente Geld denn ausgeben soll und so. Da müsste ich die Großkanzleien eigentlich auch gleich mit ausschließen. Aber so ein Associate-Gehalt lässt sich zur nachträglichen Finanzierung eines Privathochschulstudiums doch ganz gut nutzen.

Aber wie immer gilt: Kommt erst einmal das VB, kommt Rat.

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Ich habe an der Umfrage teilgenommen.

Als sich an der WHU eine Juso-Hochschulgruppe bildete, hat die ZEIT aufgeregt darüber berichtet. Bei uns gibt’s die Jusos schon immer. Seit einem Jahr sind wir in Sachen politisches Spektrum einen Schritt weiter – jetzt auch online.

buc.blog freut sich über den neuen Kollegen, möchte jedoch politisch nicht Position beziehen. Dazu gibt es den Flurfunk.

Sommerzeit, Praktikumszeit – da bekommt man als nichtsahnender Jurastudent die skurrilsten Dinge zu sehen. Ein Beispiel aus einem Vermerk des Petitionsausschusses:

Der Petent fordert, dass das bei einer GmbH eingelegte Stammkapital für die Gläubiger aufbewahrt werden müsse und dazu ständig einer dazu eingerichteten oder beauftragten behördlichen Aufsicht unterliegen müsse.

Bin dafür.