Es ist ein leidiges, nicht enden wollendes Thema: die Raum(ver)planung. Die nächste Folge gibt es am kommenden Dienstag: Normalerweise hätten wir (Jahrgang 2006) von 14.00 bis 15.30 Uhr im Auditorium EVP I/Öffentliches Recht. Nun ist das Auditorium an diesem Tag mal wieder anderweitig verplant und wir als Studenten ziehen mal wieder den kürzeren. So werden wir also mal wieder im ach so heimeligen, gemütlichen und objektiv zu kleinen Ovalen Hörsaal sitzen, während Externe „unser“ Auditorium belegen.

Auf Nachfrage bei der Bucerius Event GmbH, ihres Zeichens 100-%ige Tochter der BLS gGmbH und für die Raumplanung zuständig, wurde mir in einem sehr netten Gespräch mitgeteilt, dass dies nicht auf die Planung der Event GmbH zurückzuführen sei, sondern auf eine Wertung der Hochschulleitung: Bei diesen Veranstaltungen, die uns aus „unseren“ Hörsälen werfen, handele es sich um keine kommerzielle Vermietung, an der die Event GmbH (und damit die BLS) verdiene. Vielmehr seien dies Veranstaltungen, die von der Stiftung oder der Hochschulleitung forciert würden und die Event GmbH würde nur ausführen und planen. Im Klartext also: Die Hochschulleitung trifft die Entscheidung, dass die Außenreputation (Kontakte, PR, mögliche Arbeitgeber) wichtiger ist als die Lehrveranstaltungen. Zugegeben sind die SOS-Kinderdörfer (darum geht es kommenden Dienstag) unterstützenswert und auch die Wirkung der Hochschule ist wichtig, aber meiner Meinung nach sollte der Lehre in einer Hochschule der Vorrang eingeräumt werden.

Auch wenn die Geschäftsleitung dies immer wieder betont, handelt sie doch entgegengesetzt. Dies finde ich unmöglich. Was sie bei der nächsten Gelegenheit wohl zu einem „Streik“ (einfach die Vorlesung trotzdem im Auditorium durchführen) sagen würde?

P.C.

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