April 2009


Mario Martini, erster Habilitierter der Bucerius Law School, wurde zum Professor für Staats- und Verwaltungsrecht der Ludwigs-Maximilians-Universität München ernannt. Glückwunsch!

Dass ich gestern Martinis Werk zum Verwaltungsprozessrecht, 2008 in vierter Auflage erschienen, zu erwähnen vergaß, ist da natürlich doppelt peinlich; in den Kommentaren wurde ja auch schon darauf hingewiesen. Auszüge kann man sich auf der LMU-Website anschauen.

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So, alle drei Hausarbeiten sind abgegeben, das Sommertrimester hat begonnen, der Kirschbaum blüht – aber das wurde ja schon an anderer Stelle besprochen.

Widmen wir uns lieber den eigentlichen Inhalten und damit wie gewohnt

Nicks Vier-gewinnt-Buchempfehlungen fürs dritte und sechste Trimester:

Strafrecht III:

Das Rönnau-Skript allein wird wohl dick genug sein. Wer ein Lehrbuch lesen möchte, sei auf Wessels/Hillenkamp verwiesen: ein Standardwerk, gut strukturiert, problemorientiert, mit Fällen und Schemata – was will man mehr. Auf jeden Fall sollte man sich spätestens jetzt einen Studienkommentar von Joecks kaufen (im Dezember ist die achte Auflage erschienen). Da ist vom AT bis zum BT II alles drin – der Kauf lohnt sich als Nachschlagewerk auf jeden Fall.

Sachenrecht I:

Auch hier lohnt sich ein Blick in das Skript von Prof. Röthel. Zum Vormerken für die Abschlussklausur im Herbst:  Dann Hemmer-Fälle durcharbeiten! Es gibt außerdem ein sehr gutes EVP-Skript. Als Lehrbuch und Nachschlagewerk sollte man sich für Sachenrecht I, II und GSV II auf jeden Fall einen Vieweg/Werner zulegen. Das Buch ist ein bisschen dröge, aber gut gegliedert und ehrlich.

Verwaltungsrecht I:

Das Skript ist ganz nett – wirklich verstanden habe ich Verwaltungsrecht jedoch, indem ich die KG-Fälle mit einem Maurer (VerwR) und einem Schenke (VerwProzR) aus der Bib gelöst habe.

Handels- und Gesellschaftsrecht:

Im Handelsrecht kann man mit einem Lettl die Standardprobleme (fragt eure Eltern!) nachholen. Im Gesellschaftsrecht gibt es seit diesem Jahr auch Kleingruppen. Ich habe damals mit Hueck/Windbichler und Grunewald gelernt. Außerdem sollte man sich die Hemmer-Fälle einmal anschauen, da die Klausur wahrscheinlich wieder etwas kleinteilig wird.

GSV II:

Skripten und Fallösungen lesen! Dort wird auf Aufsätze in der JuS verwiesen, die die Probleme vertieft behandeln und eigentlich alle Unklarheiten beseitigen sollten. Alte Lehrbücher zum besonderen Schuldrecht (Looschelders) und Sachenrecht (Vieweg/Werner) kann man weiter verwenden.

Baurecht:

Schwierig. Baurecht habe ich erst sehr spät durchstiegen, vielleicht war mir das Skript zu intellektuell. Auf dem Buchmarkt gibt es zum Hamburger Recht ein nützliches Idiotenskript aus dem Hause Schlömer und Sperl, das aus meiner Sicht beste Lehrbuch ist das von Stollmann, hier muss man einfach über das nordrhein-westfälische Kommunalrecht hinweglesen, was aber ganz gut machbar ist.

Nur der Vollständigkeit halber: Für Steuerrecht, IPR und VertrR III spreche ich ausdrücklich keine Literaturempfehlungen aus.

Gesetze:

3. Trimester: Im Verwaltungsrecht kann man die Beck-Texte „Basistexte Öffentliches Recht“ weiter verwenden. Bloß keinen Schönfelder für VertrR III aufschwatzen lassen!

6. Trimester: Im Steuerrecht braucht man die gelben nwb-Texte „Wichtige Steuergesetze“, im Baurecht reichen die Beck-Texte „Basistexte Öffentliches Recht“ und das rot-weiße „Landesrecht Hamburg“ von Nomos/Mauke. Für Handels- und Gesellschaftsrecht braucht man eigentlich spätestens jetzt einen Ziegelstein, Schönfelder-Totalverweigerer kommen aber auch mit den Beck-Texten „Gesellschaftsrecht“ aus.

So – wie immer bitte ich in den Kommentaren um weitere Vorschläge, Kritik und so weiter. Vier gewinnt!

Mein Stundenplan für morgen.

stundenplan

Ich beantrage hiermit einen Zeitumkehrer. Anderswo gibt’s das ja auch.

Konkurrenz?

(Youtube-Channel)

Mit ausdrücklicher Verlinkungserlaubnis: Hans aus Frankfurt an der Oder hat seine Klausuren im Staatsorganisationsrecht und im BGB AT aus dem ersten Semester an der Europa-Universität Viadrina online gestellt. Sie erinnern mich ein bisschen an den Stil meiner Prüfungen in Italien.

Ich möchte mich während der Hausarbeitenzeit nicht in die Diskussion um die Situation auf dem Arbeitsmarkt für Juristen einklinken (vgl. jurabilis! 2009, 1 ff. m.v.w.N.).

Dennoch sei mir ein Hinweis auf diesen sehr unterhaltsamen Artikel in der Onion erlaubt.

So, und jetzt suche ich mir noch ein paar Blindzitate für Privatrecht, in der Gewissheit, dass ich den juristischen Arbeitsmarkt frühestens 2012 betreten werde. Bis dahin sind wir sicher schon in der nächsten Wirtschaftskrise.

Für die kleine Helene Nöldeke ist ein Knochenmarkspender gefunden worden! „Zehn von zehn Merkmalen passen“, schreibt das Abendblatt. Ob der Spender zu den über 5.000 Menschen gehört, die sich am 13. Februar in der Hochschule haben registrieren lassen (buc.blog berichtete hier, hier und hier), kann dabei nicht bekannt gegeben werden (§ 14 II Transplantationsgesetz).

In jeden Fall hat sich der ganze Aufwand gelohnt. Jetzt heißt es Daumen drücken, dass die nächste Chemotherapie und danach die Transplantation gut gehen.

(Helenes Blog)

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