Juristen haben es ja ähnlich wie mit Zahlen angeblich auch mit der Technik nicht so. So verzweifelt unser bibliotecarius daran, dass wir die uns zur Verfügung gestellten juristischen online-Angebote nicht genug nutzen. Anstatt zu schimpfen, es gebe zu wenige Exemplare der aktuellen Kommentare in der Bibliothek, sollten wir doch einfach die online-Version nutzen. beck-online, juris, lexisnexis & Co. bieten ja mittlerweile eine gewaltige Auswahl an Materialien an.

Natürlich hat man bei der Arbeit einfach lieber ein gedrucktes Werk in der Hand. Ich glaube aber, dass das einfach Gewöhnungssache ist. Mit einem modernen Browser kann man ähnlich flexibel arbeiten wie mit einem Buch.

Eine andere Sache ist die Darstellung. Hier mal zwei Beispiele:

beck-online

juris

Na super. Und wenn ich einfach mal in der Kommentierung zu einem bestimmten Paragrafen „blättern“ will, muss ich mich von Absatz zu Absatz durchklicken. Besser, weil weniger bevormundend, ist da LexisNexis, wo die Kommentierung zu einem kompletten Paragrafen auf einer Seite dargestellt wird.

LexisNexis

Und schließlich ein drittes Problem: In welcher Datenbank finde ich einen Kommentar zu meinem Rechtsgebiet? Und ist der auch vom Hochschulabonnement erfasst? Hier einmal eine kleine Liste der wichtigsten Kommentare in ein paar Kernmaterien:

BGB:

Juris: Staudinger

LexisNexis Recht: Erman

beck-online:  Bamberger/Roth, Jauernig, Münchener Kommentar

Strafrecht: 

LexisNexis Recht: Leipziger Kommentar

beck-online: Lackner/Kühl, Münchener Kommentar, Schönke/Schröder

Arbeitsrecht:

beck-online: Erfurter Kommentar, Münchener Handbuch

Gesellschaftsrecht:

beck-online: Baumbach/Hopt (HGB), Baumbach/Hueck (GmbHG), Emmerich/Habersack (KonzernR), Hüffer (AktG), Münchener Handbuch (GesR), Münchener Kommentar (AktG), Münchener Kommentar (HGB), Roth/Altmeppen (GmbHG)

Europarecht:

beck-online: Calliess/Ruffert

Über Hinweise für weitere Rechtsgebiete zur Vervollständigung dieser Liste freue ich mich sehr!

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