Der Jahrgang 2007 beginnt so langsam mit dem Kofferpacken und ist in Gedanken eigentlich schon längst im Auslandstrimester. Da steht auf einmal die Informationsveranstaltung zur Wahl des Schwerpunkts auf dem Stundenplan. Dabei ist eigentlich noch genug Zeit: Die endgültige Entscheidung muss erst im Advent getroffen werden und im Januar wird für viele auch erst mal „Schwerpunktshopping“ auf dem Programm stehen.

Das größte Problem ist dabei, dass niemand so richtig weiß, welche Kriterien man seinen Überlegungen denn zugrunde legen soll und welche überhaupt nicht relevant für ein erfolgreiches Schwerpunktjahr sind. Ich habe mal ein bisschen gesammelt und bewertet und bitte natürlich wie immer um weitergehende Unterstützung in den Kommentaren!

  • Ganz oben auf der Liste hat natürlich das Fach zu stehen. Dabei sollte man sich vor allem anhand der Vorlesungsübersichten gut informieren, welche Inhalte den Schwerpunkt wirklich ausmachen. Oft täuscht der (Spitz-)Name des Schwerpunkts darüber hinweg: Wer „Völkerrecht“ wählt, muss sich viel mit ganz normalem Europarecht herumschlagen. Und im „Gesellschaftsrecht“ geht es weniger darum, wie das Innenverhältnis der OHG-Gesellschafter funktioniert, sondern zum Beispiel auch viel um Börsenaufsichts- und Wertpapierhandelsrecht.
    Relevanz: (+++)
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  • Dann fragt man sich natürlich, welcher Prof den Schwerpunkt betreut und welche Dozenten einen unterrichten werden. Denn mit denen hat man während des Schwerpunktjahrs eine ganze Menge zu tun.
    Relevanz: (++)
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  • Die Notengebung im Schwerpunkt, die sich aus der Examensseminararbeit und der Abschlussklausur kurz vor Weihnachten zusammensetzt, ist für viele auch von Bedeutung. Wichtig: Die Differenz der Notendurchschnitte der einzelnen Schwerpunkte ist gar nicht so groß. Und die vorhandenen Unterschiede ändern sich jedes Jahr. „Kuschelnoten“, wie man es von anderswo hört, gibt es leider auch nicht. Und schließlich schauen manche Arbeitgeber doch sowieso mehr auf den staatlichen Teil des Examens.
    Relevanz: (-)
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  • Ob der Schwerpunkt überhaupt einen Einfluss auf die Karriere hat, weiß man nicht so genau. Natürlich ist es ganz nett, wenn man sich in einem Gebiet bewirbt, mit dem man im Rahmen seines Schwerpunkts schon einmal ausführlicher zu tun hatte. Andererseits hört man doch immer wieder, dass der Schwerpunkt überhaupt nichts mit dem späteren Beruf zu tun habe.
    Relevanz: (- -)
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  • Natürlich will man den Schwerpunkt auch gerne zusammen mit seinen Freunden bestreiten. Und in der Tat verbringt man mit seinem Schwerpunkt so viel Zeit, dass es ganz nett ist, wenn man da Mitstreiter findet, mit denen man gut auskommt. Dennoch ist es auch ganz nett, dass man im Schwerpunktjahr zumindest teilweise neu zusammengewürfelt wird.
    Relevanz: (+)
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  • Es kommt einem so vor, dass mancher Schwerpunkt doch mehr Arbeitsaufwand bedeutet als ein anderer. Wer sich jedoch für das richtige Fach entschieden hat, dem macht das nichts aus. Und spätestens im Herbst vor der Klausur sind alle gleichermaßen im Stress.
    Relevanz: (+)
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  • Viele Profs werben für ihre Schwerpunkte mit einem interessanten Rahmenprogramm. Viele Exkursionen und interessante Vorträge sind natürlich sehr nett, aber letztlich in jedem Schwerpunkt inklusive.
    Relevanz: (+)
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  • Noch ein Punkt, mit dem die Profs zu ködern versuchen: Examensrelevanz. Letztlich Quatsch, denn es gibt immer noch EVP I und II für alle und jeder Schwerpunkt hat ein paar nette Überschneidungen mit dem Examensstoff – richtig viele dagegen keiner. Lediglich vom öffentlichen Wirtschaftsrecht habe ich anderes gehört.
    Relevanz: (-)
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