Februar 2010


Jens weist auf eines der größten Probleme mit juristischen Datenbanken hin:

Die Usability bei den digitalen Diensten ist unter aller Sau. Beispiel Beck: Wenn ich da in einen Online-Kommentar blicke, kann ich nicht einfach die komplette Kommentierung zu einem Paragraphen aufrufen – ich muss mich durch Überschriften und Sub-Überschriften klicken um dann abschnittsweise zu lesen.

Das sehe ich genauso. Idealerweise möchte ich zum Beispiel Aufsätze aus Zeitschriften als PDF abrufen können – so, als hätte ich mir die Seiten direkt aus der gedruckten Zeitschrift kopiert. Zumindest in der wiso-Datenbank gibt es das schon ganz vereinzelt.

Jens‘ Meinung zur Printwerbung der juristischen Verlage möchte ich jedoch hinzufügen, dass diese in ihren Marketingstrategien viel mehr studentisches Engagement fördern sollten – zum Beispiel sucht die Champions Trophy 2010 noch Unterstützer.

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Die bisher kreativste Raumbenennung.

Zumindest für jemanden wie mich, der bei der Debatte um die Reform der Universitäten wie der Blinde von der Farbe redet, ist der Artikel im Dossier der aktuellen Zeit sehr, sehr gut. Zunächst findet man zwar nur seine Vorurteile bestätigt, dann ergibt sich aber doch ein sehr ausgewogenes und differenziertes Bild.

Ein paar Studenten knien auf dem Boden und pinseln neue Plakate, es riecht nach Farbe. Den Reporter ergreift Rührung. Sieht das nicht aus wie ‘68 seligen Angedenkens? Auch die Stellwände, auf denen zu Arbeitsgemeinschaften eingeladen wird, erinnern ihn an alte Zeiten: Inhalte- und Forderungen AG, Anti-Repressions AG, Winterfest der Liebe AG, Sarkasmus & Polemik AG, Knuddel AG.

So sehr oder so wenig man sich mit den Kommilitonen aus dem eigenen Jahrgang indentifizieren kann: Wichtig ist natürlich immer die Abgrenzung von den anderen. Ich fände es mal interessant, eine kleine Sammlung der Stereotypen anzufangen. Hier ein erster Versuch:

  • 2004: Der angepasste Jahrgang
  • 2005: Der heterogene Jahrgang
  • 2006: Der Jahrgang ohne Eigenschaften
  • 2007: Der nette Jahrgang
  • 2008: Der ehrgeizige Jahrgang
  • 2009: Der nervige Jahrgang*

Wie seht ihr das?

*(eine Auszeichnung, die stets dem jüngsten Jahrgang zuteil wird)

Die Post für Studenten befindet sich mittlerweile bedauernswerter Weise in einer Kiste neben den Fundsachen in der Garderobe gegenüber (!) der Rotunde. Das haben offenbar nicht alle mitbekommen: Die Briefe, Päckchen und Pakete türmen sich zuhauf.

Ich kann daher nur jedem raten, die Sendungen mal durchzuschauen – vielleicht findet man ja unerhoffte, aber dennoch erfreuliche Post.

Eine Ehe, wie sie wir führen, ist in Akademiker- beziehungsweise Juristenkreisen durchaus an der Tagesordnung.

Ich habe, ehrlich gesagt, Respekt.

Max Liebermann (1847-1935): Terasse von Jacob in Nienstedten (1902)

Noch bis zum 14. Februar läuft im Hubertus-Wald-Forum der Hamburger Kunsthalle die Ausstellung „Hamburger Ansichten. Maler sehen die Stadt“. Die Ausstellung bietet viel zum Wiedererkennen und kommt eigentlich ganz harmlos und naiv daher, obwohl doch Gemälde von Liebermann, Nolde, Corinth und Slevogt zu sehen sind.

Im Raum zum Thema „Die Umgebung“ hat mir ein Werk besonders gut gefallen: Das großformatige Ölgemälde zeigt in kräftigen Farben eine Auenlandschaft an der Oberalster – und hängt normalerweise in Raum 0.01.

Nachtrag: Nein, falsch: Gleicher Künstler, gleiches Motiv, gleiches Format – aber das Bild aus 0.01 ist nicht dasselbe wie das in der Kunsthalle.

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