Als ich vor zweieinhalb Jahren buc.blog startete, war der Hauptgrund, ein Forum für all das zu finden, was ich an meiner Hochschule nicht so toll fand – um es, in mehr oder minder poetische „botanische Stilblüten“ verpackt, anderen mitzuteilen und so Veränderungen zu erreichen. Teilweise war ich damit erfolgreich, teilweise nicht.

Mittlerweile habe ich mich mit manchem abgefunden, bei anderem Mittel und Wege entdeckt, es zu umgehen. Daher gibt es heute weniger zu meckern und auch weniger geistreiche Beiträge im Blog. Drum wollte ich auch schon mal aufhören; stattdessen habe ich zwei jüngere Co-Blogger gefunden, die die alte Aufgabe übernommen haben.

Jetzt wird die Hochschule aber zehn (!) Jahre alt und es mehren sich Stimmen aus allen Jahrgängen, die kritisch hinterfragen, nach weiteren Innovationen rufen und neue Wagnisse fordern. buc.blog möchte an der Debatte teilnehmen und ich freue mich daher immer über Anregungen wie zum Beispiel Beiträge, die ich hier als „offene Briefe“ veröffentlichen kann.

Grund zum Ausruhen gibt es nämlich nicht: Die juristischen Fakultäten der Universitäten in ganz Deutschland haben mächtig nachgeholt; im Herbst 2011 soll die juristische Fakultät der ebs in Wiesbaden ihre Pforten öffnen.

Und an der BLS? Was machen die Noten im Staatsexamen? Warum wurde das fremdsprachliche und wirtschaftswissenschaftliche Programm so gekürzt? Wird es Klausuren im Studium generale geben? Wie stehen wir zur „Timberland-Quote“? Finden alle Absolventen einen Job? Kann man wirklich alle Pflichtfächer in zwei (!) Jahre Grundstudium packen? Ist das Studium wirklich noch finanzierbar?

Ja, die Hochschule hat sich in ihrem ersten Jahrzehnt durchaus Lorbeeren erarbeitet, aber darauf ausruhen kann und darf sie sich nicht: Hochschulleitung und Studenten müssen weiter daran arbeiten, den „Leuchtturm“, der die BLS in der deutschen Hochschullandschaft sein will, sturmfest zu machen.

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