Ein Gastbeitrag.

Hey Sello,
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ich stimme Dir zu. Auch ich finde, dass die Law School in Teilen stehen geblieben ist und die anderen Fakultäten staatlicher Universitäten mit großen Schritten aufgeholt haben – beispielhaft ist das Jurastudium an der UHH, das zwar nicht die Rankings anführt, aber wo es dennoch dem EVP, Klausurenkurs, Bachelor und Auslandsstudium vergleichbare Angebote gibt. Das Intranet, welches von der UHH mit Stine übernommen wurde, aber dort mittlerweile ungleich besser funktioniert, ist symptomatisch für diese Entwicklung.

Für Studenten gibt es die „aktuelle Stunde“, bei der jeder Student mit der Hochschulleitung direkt in Kontakt treten und seinem Ärger Luft lassen kann. Gesamtkonzeptionelle Gremien zur Ausrichtung der Hochschule als Ganzes gibt es meiner Kenntnis nach keine. Anlässlich der Zehn-Jahres-Feier wäre eine gemeinsame Arbeitsgruppe mit verschiedenen Interessengruppen der Law School zu diesem Thema geboten. Gerade der Austausch zwischen Studenten und Förderern wäre m.E. sehr dienlich, da beide Gruppen ähnliche Ziele verfolgen, nämlich ein gutes Abschneiden der Absolventen im Staatsexamen und (nachrangig) eine auch im Übrigen umfangreiche Qualifikation.

Für Verbesserung ist gerade beim Aufbau des Examensvorbereitungsprogramms noch viel Raum. Beispielsweise würde ich es effektiver finden, alle drei Rechtsbereiche gleichzeitig zu unterrichten und Professoren für mehr als nur jeweils einen Block abzustellen. Es wäre toll, wenn einheitliche Skripten angeboten würden (siehe UHH) und das Programm durchgängig wäre, also nicht im Oktober enden würde. Vor allem sollten die Professoren – anders als jetzt – nicht teilweise Jahr für Jahr wechseln, sondern kontinuierlich ihre Skripten und Vorlesungen verbessern.

Der Zweck der Law School, nämlich Innovation bei Didaktik und Betreuung, sowie konsequente Vorbereitung auf den besten Einstieg in einen überfüllten Arbeitsmarkt, muss wieder klar hervortreten. Grundvoraussetzungen wie ein funktionierendes Intranet und Drucker sollten da selbstverständlich sein. Zweitrangig müssen demgegenüber, wie Du auch andeutest, „Abfallprodukte“, wie das Event-Management und Marketing sein.

Ein anderes Thema, welches dringender Diskussion bedarf, sind die wachsenden Studiengebühren, und die fehlende Flexibilität bei der Finanzierung (Stichwort: Generationenvertrag). Auch hier ist nach zehn Jahren, finde ich, noch nicht der beste Weg gefunden worden.

F.S. (Jg. 2006)
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