Ich bin ein großer Fan des Klausurenkurses im Examensvorbereitungsprogramm. Zwei Verbesserungsvorschläge hätte ich aber:

  1. Warum erfahren wir die Namen der Dozenten, die die Klausur stellen? Da der Klausurenkurs ja möglichst originalgetreu aufs Examen vorbereiten soll, sollten wir doch eigentlich nur das Fach erfahren. Gerade im Öffentlichen Recht kann man den geprüften Stoff im Voraus gut eingrenzen, wenn man weiß, welcher Lehrstuhl die Klausur stellt.
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  2. Warum werden nicht in den „normalen“ Klausuren, die keine Abschlussklausuren eines Blocks sind, echte Examensklausuren aus den vergangenen drei Monaten gestellt? Ich habe den Eindruck gewonnen, dass EVP-Klausuren manchmal „aus pädagogischen Grunden“ wenig mit der Examenswirklichkeit zu tun haben. Falls das JPA sich quer stellen sollte: Das HamJAG wurde schon ein paar Mal für die BLS geändert. Art. 5 III GG und das Prinzip der bürgerfreundlichen, „offenen“ Verwaltung stünden auf unserer Seite…

Hier die prompte Antwort eines Profs:

Mehr Originalklausuren zu stellen ist auch unser Wunsch. Es ist allerdings nicht so leicht, an Originalklausuren zu kommen, da Hamburg am „Klausurenring“ teilnimmt, d. h. die meisten Klausuren zusammen mit anderen Bundesländern schreibt. Stammt eine Klausur aus einem anderen Bundesland, kann das Hamburger JPA sie nicht freigeben. Wir haben uns schon darum bemüht, Originalklausuren aus anderen Ländern zu erhalten, und damit keinen Erfolg gehabt. Stammt eine Klausur aus Hamburg, ist sie zunächst gesperrt und darf erst nach Ablauf einer längeren Frist herausgegeben werden. „Drei Monate“ ist also keinesfalls machbar. Das JPA ist allerdings sehr kooperativ und leitet uns immer wieder freigegebene Originalklausuren zu, und deshalb haben wir in letzter Zeit zahlreiche Originalklausuren gestellt.
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Dass die EVP-Klausuren anonym gestellt werden, hat noch nie jemand angeregt. Wenn das aber der Wunsch der Mehrheit der Studierenden ist, lässt sich das problemlos so einrichten.

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