Am Donnerstag findet um 19:00 Uhr im Moot Court eine interessante Veranstaltung des Alumni-Vereins statt:

Uwe Wolff von der Naima Strategic Legal Services GmbH, der Sprecher der Staatsanwaltschaft Hamburg, OStA Wilhelm Möllers und die Journalistin Gisela Friedrichsen (!) vom Spiegel diskutieren über Öffentlichkeitsarbeit im (Straf-)Prozess, auch Litigation PR.

Ich werde hingehen, vor allem um Herrn Möllers zu fragen, wie er die Existenz seines Amts mit dem Grundgesetz vereinbaren kann. Denn eigentlich ist der Posten der einfachste der Welt:

  1. Telefonische Anfragen werden grundsätzlich abgelehnt.
  2. Schriftliche Anfragen werden mit folgendem Textbaustein beantwortet:

Die Staatsanwaltschaft ist aufgrund der Unschuldsvermutung und der einhergehenden Verpflichtung zur Führung eines fairen Verfahrens leider gehindert, über den laufenden Vorgang Auskünfte zu geben.

Fast wöchentlich hört man von neuen Skandalen über Polizisten und Staatsanwälte, die gegenüber der Presse einfach nicht stillhalten können – die beeindruckendsten Beispiele sind die Fälle Tauss und Zumwinkel, die einen nur den Kopf schütteln lassen.

Warum diese Beamten nicht einfach die ruhige Kugel schieben, zu der sie die Verfassung eigentlich verdonnert, wird hoffentlich Gegenstand der Debatte am Donnerstag.

Im Anschluss gibt es Brezeln und Wein; alternativ findet ab 19:00 Uhr im Nixdorf-Hörsaal eine Vorlesung über die Einflüsse des Europarechts auf das deutsche Umweltrecht statt, es spricht RiBVerwG a.D. Prof. Dr. Dr. Jörg Berkemann – klingt ziemlich klausur- und examensrelevant.

Es gibt auch einen eigenen Litigation-PR-Blog.

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