Am kommenden Freitag um 16.30 hält Volker Rieble, Leiter des ZAAR an der LMU München Uhr auf Einladung des Bucerius Law Journal im ovalen Hörsaal einen Vortrag mit dem Titel „Kein Kavaliersdelikt: Plagiate in Studium und Wissenschaft“, in dem er sein 2010 erschienenes Buch „Das Wissenschaftsplagiat. Vom Versagen eines Systems“ vorstellen wird. Das Werk wurde wie in der Einladung angemerkt in der FAZ und der ZEIT besprochen. Die SZ und SpOn haben den Autor interviewt. Die eigentliche inhaltliche Debatte zu der zugrunde liegenden urheber- und hochschulrechtlichen Problematik sei jedoch bisher ausgeblieben, deshalb solle man zu der Veranstaltung kommen.

An dieser Stelle sei daher jedoch angemerkt, dass derzeit eine andere Diskussion am Laufen ist, die Hendrik Wieduwilt schon  Ende 2010 in der LTO beschrieb: Mehrere Gerichte beschäftigen sich mit der Frage, ob das, was der Münchener Professor da schreibt, erstens richtig ist und zweitens, ob es denn auch veröffentlicht werden darf. Außerdem wird Rieble ein Interessenkonflikt vorgeworfen. Zu diesem Thema erschien vorgestern ein längerer Artikel in der FAZ und Ende Januar schrieb die LTO über das Schweigen der im Buch des Plagiats bezichtigten: „Wer sich verteidigt, klagt sich an“.

Da Volker Rieble zumindest Arbeitsrechtlern wegen seines polemischen Schreibstils und seiner oft unverhohlen arbeitgeberfreundlichen Argumentationen gut bekannt ist, dürfte der Nachmittag zumindest unterhaltsam werden.

Zu der Veranstaltung muss man sich per E-Mail anmelden.

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