Eine Initative verschiedener Stiftungen schenkt der Hamburger Universität eine Million Euro zur Verbesserung der Forschung. Prof. Michael Göring sagt dazu, er habe oft den Eindruck, die Hamburger wären auf  ihren Hafen stolz, aber nicht auf ihre Universität. Das Erste, was ich übrigens über die Hamburger und ihre Uni gehört habe, war in etwa: „Historisch herrscht in Hamburg die Mentalität, man könne Geld auch ohne Bildung machen, und entsprechend ist der Ruf der Universität.“ Mag also durchaus etwas dran sein, dass die Hamburger ihre Uni nicht entsprechend schätzen. Diese Einstellung zeichnet sich auch in der Geschichte der Universität Hamburg ab: Sie wurde peinlicherweise erst 1919 gegründet – und das, obwohl deutsche Universitäten im 19. Jahrhundert zu den Vorbildern in der Welt gehörten. Da haben sich Hamburgs Vorväter ordentlich Zeit gelassen.

Das alles ist schade, denn auf die Universität Hamburg kann man heutzutage durchaus stolz sein.

Schön finde ich, dass ein Teil des Geldes von der Zeit-Stiftung kommt – der Trägerin unserer Hochschule. Denn schließlich wurde unsere Hochschule nicht gegründet, um manche Dinge einfach „besser“ zu machen, als es die anderen rechtswissenschaftlichen Fakultäten in Deutschland tun. Vielmehr wollte man Impulse geben, die andere Hochschulen aufnehmen, um die juristische Ausbildung zu verbessern. Viele meiner Kollegen aus der Uni Hamburg sagen anerkennend, seit die Law School in der Stadt sei, habe sich viel an ihrer Fakultät verbessert. Dies zeigt ein weiteres mal die Art der freundlichen Konkurrenz, in der wir mit der UHH stehen – ein Wettbewerb, dessen Ziel nicht ein, sondern zwei Sieger ist.

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