Während die Mensa in dieser Woche noch einmal ausgiebig den Spargel gefeiert hat (in neun verschiedenen Varianten, verteilt auf fünf Tage), schnallen andere den Gürtel (vorübergehend) bewusst enger. Und versuchen, nur so viel Geld auszugeben wie die Ärmsten der Armen.

Unter dem Namen live below the line firmiert ein Projekt, das mehr Bewusstsein schaffen will für diejenigen, denen es weniger gut geht. Engagiert mit dabei ist auch ein Student der Hochschule. Die Woche über hat er täglich nur 1,20 Euro für Lebensmittel ausgegeben; das ist (gerundet, inflations- und wechselkursbereinigt) der Wert, der 2005 von der Weltbank als „extreme poverty line“ festgelegt wurde. 1,4 Milliarden Menschen weltweit müssen davon nicht nur ihr Essen, sondern auch den Rest dessen bezahlen, was man mindestens zum Leben braucht.

Sein Ziel hat diese Aktion schon erreicht, wenn jeder mal kurz innehält und über zwei Zahlen nachdenkt: 1.400.000.000. Und 1,20 Euro. Das ist übrigens weniger als die Hälfte, als ein „knackiger Spargelsalat mit Kräuterbaguette“ kostet. Den gibt’s am heutigen Freitag.

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