In einem lesenswerten Artikel in der ZEIT vom 6.10. berichtet Sabine Rückert über einen schon länger schwelenden Streit zwischen Thomas Fischer, dem stellvertretenden und momentan kommissarischen Vorsitzen des zweiten Strafsenats, und Klaus Tolksdorf, dem Präsidenten des Bundesgerichtshofs. Tolksdorf äußerte sich negativ über die Eignung Fischers als Vorsitzender des zweiten Strafsenats und begehrt tiefgreifende Änderungen der Struktur des zweiten Strafsenats. Wer noch nicht über den Streit, der schon seit Sommer diesen Jahres vor dem Verwaltungsgericht ausgefochten wird, informiert ist, sollte den ZEIT-Artikel unbedingt lesen. Besonders interessant ist dies im Hinblick darauf, dass Fischer im letzten Trimester mit Professor Dr. Thomas Rönnau das Seminar „Moderne Herausforderungen für das Strafrecht“ veranstaltet hat. Bei dieser Gelegenheit war es Studenten möglich, aus eigener Anschauung zu erfahren, warum Fischer als eigenständiger Denker oder manchmal sogar als Querkopf bezeichnet wird. Ob es nun um seine Meinung zu aktuellen BGH-Entscheidungen geht oder die Art, wie BGH-Richter ernannt werden – Fischer hatte immer interessante Ansichtsweisen.

An dieser Stelle ist natürlich nochmal dem Professor zu danken, der Fischer dafür gewinnen konnte, an dem Seminar teilzunehmen.

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