Im Innenhof Drahtesel so weit das Auge reicht, im Keller eine eigene Fahrradstation für Selbstschrauber – und direkt vor der Tür jetzt auch noch das StadtRad. Gut für alle, die sich im Winter lieber warm anziehen und strampeln als das Klima anzuheizen. Einfach Smartphone raus, mit iPhone und Android-App die nächste StadtRad-Station finden und losfahren – 30 Minuten kostenlos. Wenns länger dauert – einfach neu ausleihen.

Im September und Oktober war die Anmeldung sogar kostenlos – 5 Euro zahlen, 20 Euro Fahrtguthaben erhalten, Umwelthauptstadt Hamburg und der Aktion „Umsteigen – ohne Trennungsschmerz“ sei Dank. Mittlerweile werden wieder die üblichen Gebühren fällig, 5 Euro zahlen, 5 Euro Fahrtguthaben. BahnCard-Inhaber sparen noch einmal ein bis zwei Cent pro Minute. Mehr als 12 Euro pro Tag werden ohnehin nicht fällig.

Bisher musste man zu den nächsten StadtRad-Stationen ein kleines Stück zu Fuß zurücklegen: Messehallen / Marktstraße, Bahnhof Dammtor Süd / Marseiller Straße und Sievekingplatz / Gorch-Fock-Wall waren die nächsten Stationen. Eine kleine Anfrage an die Stadt Hamburg sollte klären, ob da nicht noch etwas zu machen sei, um diese Lücke zu schließen. Die Antwort kam umgehend: Auf der Seite der BLS wollte man den Blick auf die Fassade nicht versperren, vor dem Physikalischen Institut der Uni Hamburg und vor Planten un Blomen sei leider nicht genug Platz. Aber: „Wenn es auf der Messeseite technisch klappt, wird die Station noch in diesem Jahr errichtet“, ließ das Amt für Verkehr der Stadt Hamburg verlauten.

Vier Monate später steht nicht nur die Stadt zu ihrem Wort, sondern auch die StadtRad-Station. Alter Tradition folgend benannt nach ihrer Straßenecke: „St. Petersburger Strasse / Bei den Kirchhöfen“: Nummer 2512. Auch für Gelegenheitsfahrer und diejenigen ohne eigenes Zweirad gibt es jetzt keinen Grund gegen körperliche Betätigung mehr – am Fahrrad kann es in nächster Zeit kaum mangeln. Allein der harte hanseatische Winter mag da noch als Ausrede gelten…

Sollte aber doch einmal etwas an einem der Räder kaputt sein, kann man bequem nach der Rückgabe den Schaden über das Ausleihterminal melden. Für die Sicherheit in den dunklen Monaten gibt der ADFC Tipps im Rahmen der Aktion „Schon gecheckt?“, damit es bei allen heißt: „an meinem Fahrrad ist alles dran“. Gute Fahrt!

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