Kürzlich stieß ich in der Süddeutschen auf einen Beitrag mit dem Titel »Nur die Schnellsten bekommen einen Studienplatz«, in dem es um Auswahltests an deutschen Universitäten geht. Auch die Schöpfer des BLS-Auswahltests, die Verantwortlichen der Bonner ITB Consult, kommen zu Wort. Der Artikel enthielt keine Überraschungen und glitt an mir vorüber wie so viele, die ich überfliege, wenn ich eigentlich anderes tun sollte. Bemerkenswert ist jedoch, dass ich kurz darauf auf eine nahezu textidentische Fassung beim Spiegel stieß, die sich allein durch die mehr oder minder geistreiche Überschrift »Ein Test wird kommen« unterschied.

Ich wurde neugierig und befragte das Orakel. Und siehe da: Mein déjà-vu-Erlebnis konnte ich beim Hamburger Abendblatt, ntv.de, der Märkischen Allgemeinen, Stern.de, der Augsburger Allgemeinen, der Nordwest-Zeitung, der Volksstimme und der Neuen Osnabrücker Zeitung wiederholen. Mein Elan, die Links einzuarbeiten, endete hier, sodass Focus, Frankfurter Rundschau, Saarbrücker Zeitung und N24 nur noch namentlich erwähnt bleiben.

Der Artikel stammt offensichtlich aus der Feder eines dpa-Redakteurs, jedenfalls findet sich in einigen Artikeln ein Hinweis darauf. Es wäre nicht richtig, aus der Streubreite dieses einen Artikels gleich auf eine Luftblase in der deutschen Presse zu schließen. Begeistert bin ich trotzdem nicht.

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