Ich möchte an dieser Stelle einmal allen Kommilitonen und Hochschulmitarbeitern danken, die mir in den letzten Wochen geholfen haben, mein Eigentum in meinem Besitz zu halten. Als da wären: Schlüsselbund (2x), Schönfelder (1x), Personalausweis (1x), Portemonnaie (2x), Kopierkarte (5x) — die Aufzählung ist nicht abschließend.

Danke!

(Und nein, auch wenn es so aussieht: Die seltsame E-Mail von neulich ist nicht von mir.)

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Auch wenn man im Praktikum oft genug das Gegenteil hört: „Die Wirtschaft“ findet unsere Hochschule doch nicht so schlecht.

„BLS Forum“, so nannte sich die gestrige, seit mehreren Monaten anstehende Infoveranstaltung zur Studienfinanzierung. Entgegen der Ankündigung wurde nicht nur der neue Umgekehrte Generationenvertrag vorgestellt, Dr. Wenzler erstattete auch einen allgemeinen Bericht über die Finanzpolitik der Hochschule „hinter den Kulissen“.

Die Infos zum neuen UGV, die hier zunächst stehen sollten, sind vielleicht doch zu intern. Wer sich dafür interessiert, bekommt sie gerne per Mail.

An dieser Stelle nur so viel: Insgesamt ist ein Wechsel bei den Vertragskonditionen in Bezug auf die Einkommensberechnung, die Rückzahlungsdauer und den Restkredit geplant, der UGV soll jetzt auch die Post-EVP-Gebühren umfassen. Schließlich soll nicht mehr der alte Münchener Dienstleister, sondern ein Unternehmen namens „brain capital„, das sich auch um den UGV der WHU kümmert, die Zahlungen verwalten. (Interessant ist übrigens dieses Dokument über die Konditionen der Vallendarer.)

Zu den Post-EVP-Gebühren: Es bleibt bei 500 Euro im Trimester im Vergleich zu circa 250 Euro für Promovenden (inklusive Semesterticket). Eine Angleichung dieser Summen wurde heiß diskutiert und soll von der Hochschulleitung tatsächlich angedacht werden, da mehrere Examenskandidaten überlegen, nach dem EVP an die Uni Hamburg zu wechseln. Das schadet natürlich der Statistik — und gibt der SV ein starkes Argument in die Hand.

Schließlich gab es interessante Infos über die Essensversorgung: Das Studierendenwerk Hamburg, betreibt ja die Mensa, das Catering, das Café und die Automaten (→Pepsi). Wir haben darüber gesprochen, dass die Hochschule ihre Strategie, sowohl die Preise akzeptabel als auch die Qualität der Speisen auf einem höheren Niveau als dem der Schweinemensa zu halten, vielleicht überdenken sollte.

Schließlich hat mich noch eine Zahl verwundert: Hättet ihr gewusst, dass an der BLS momentan 180 (!) Promotionsstudenten eingeschrieben sind?

Fazit: Das Forum ist Ausdruck einer erfreulich transparenten Hochschulpolitik. Ich hatte das Gefühl, dass man auf unsere Rückmeldungen einging und bin gespannt auf die weitere Diskussion. (Auch hier in den Kommentaren.)

Die Welt stellt heute fest, dass immer mehr Hamburger Geschäftsleute per Rad zur Arbeit fahren. Exemplarisch werden Hariolf „Fireman“ Wenzler und der nicht ganz unumstrittene Ehrenprofessor und Engel Christoph Seibt vorgestellt und zitiert.

Und, wie hätte es anders sein können, wird unser lieber CEO gleich mal falsch zitiert: Er nehme das Rad mit in die S-Bahn, wenn es regne, heißt es da. Das kann aber so ganz nicht sein: Erstens darf man morgens von 6-9:00 Uhr keine Räder mit in die Bahn nehmen und zweitens benutzt Harry auf dem Weg zur Rothenbaumchaussee sicher die U- und nicht die S-Bahn. Kleinigkeiten, zugegeben, aber ich sach ja nur.

Ich nutze die Gelegenheit mal, um auf die nicht gerade üppigen Abstellmöglichkeiten für Fahrräder auf dem Campus hinzuweisen — besonders vor der Bib.

Die heutigen Campusnews waren ein echter Lesegenuss, der mich analog zum Spam-Eintrag zu einem kleinen Best-of inspiriert hat. Ich will einfach nur ein paar Zitate für sich sprechen lassen.

„Da wir Wert auf Transparenz legen, wollen wir die Entscheidungen im Kontext der Hochschule insgesamt erläutern.“

„…gemütlichen Grillfest auf dem Campus…“

„Es ist jedoch wichtig, sich rechtzeitig einen Überblick über alle Bewerbungsmöglichkeiten zu verschaffen.“

„BEER, Vodka, soft drinks and two free cocktails per person (CAIPIRINIAS).“

„…Experten-Interview mit Professor Weitemeyer zum Thema ‚Finanzierungstransparenz von Patientenorganisationen’…'“

„!!! ZUGREIFEN – BEZAHLEN – WOHLFÜHLEN !!!“

„Anschließend gibt es eine Siegerehrung, und wir lassen den sportliche Abend bei einem leckeren Empfang mit Obstsalaten, Fitnessschorlen und anderen Köstlichkeiten im Foyer des Auditoriums gebührend ausklingen.“

„Mitarbeiter/Doktoranden-Team“ — „Professoren und Mitarbeiter Team“

„Im Anschluss an die Podiumsdiskussion können die Gespräche bei Brezeln und Wein fortgesetzt werden.“

„Die Teilnahme an der Veranstaltung ist obligatorisch.“

„…bei Sekt und anschließendem Mittagessen…“

„Three security guards will be in place at the gate and on the property
itself.“

(Idee von Gilles Tran.)

Gerücht:

Die Hochschulleitung will zum nächsten Auswahlverfahren den schriftlichen Test abschaffen. Als Grund wird die Tatsache genannt, dass bei gleichem Abischnitt Mädchen im schriftlichen Teil schlechter abschneiden als Jungs, im mündlichen Teil sei es umgekehrt. Die SV ist entgegen anderslautender Gerüchte offenbar dagegen, unter anderem wegen des größeren Gewichts, das den Schulnoten eingeräumt werden soll.

(„Positive Diskriminierung“)

Unsere Coffee Lounge ist ja durchaus recht nett, vor allem das Warenangebot vor 15.00 Uhr erfüllt so manchen Studentenwunsch (empfehlen möchte ich hier ausdrücklich das Rühreifrühstück für 1,55 €). Auch wenn ich persönlich finde, dass unserer Hochschule vielleicht etwas weniger Motivtapete und etwas mehr alte Sofas gut zu Gesicht stehen würden, war bis vor kurzem noch wenig im Argen. Aber muss das Studierendenwerk unbedingt Alkohol verkaufen? Brauchen wir einen Barbetrieb mit Cocktails und Prosecco? Schreitet die Perlhuhnzucht so langsam voran, dass auf solche Mittel der (Zwangs-) Zusammenkunft zurückgegriffen werden muss? Sicher, es ist nett abends mal noch einen Trinken zu gehen. Aber muss das IN der Hochschule sein? Reicht es nicht geschätzte 16 Stunden am Tag dort zu verbringen? Ist die Außenwelt so schlimm, dass wir uns vor ihr verschanzen müssen?

Für ein Wohnheim auf dem Camupus und mit völligem Unverständnis,

P.C.