Februar 2009


Ich setze nicht gerade große Hoffnungen in die Renovierungsarbeiten an der Außenfassade des Radisson-Hotels. Hier kann man sich Fotos von den Bauarbeiten anschauen. Es gibt auch eine Werbebroschüre, die jedoch über die Äußerlichkeiten nichts verrät, anscheinend soll es einmal so aussehen. Nicht gerade atemberaubend. Es kann jedoch, bei dem Aufwand der da betrieben wird, nur besser werden.

Am 1. April werden erste Teile des Hotels wiederröffnet, das Grand Opening ist im August.

Ich dachte immer, die Diskussion über unsere Mensa werde hier im Blog und auf den Fluren schon in ausreichender Breite geführt. Ein Besuch bei Qype hat mich jetzt eines Besseren belehrt: Da gibt es eine richtige Restaurantkritik!

Ob der Besuch einfach nur satt macht, positiv überrascht oder zum reinsten Ärgernis wird, ist vollkommene Glückssache.

Memo an mich selbst:
Kaufe nie wieder eine Ballkarte vor Verkaufsschluss.

Die fast sommerlichen Temperaturen (beinahe ohne Jacke kann man es draußen aushalten) treiben die Kommilitonen aus dem Gebäude. Die Mensa war ab 13.30 Uhr ausgestorben, der Campus ist leer, die Bibliothek zwar gut gefüllt, aber keinesfalls auf Dienstagsstand in den letzten Wochen. Gestern fragte mich ein Kommilitone aus einem jüngeren Jahrgang erschreckt, ob es tatsächlich nur noch wenige Wochen bis zu den Wahlfachklausuren dieses Trimesters seien. Es sind noch zweieinhalb. Aufgetankt mit der Sonne des heutigen Tages lässt sich das Dienstagslernpensum aber sicherlich morgen mitbewältigen: Es soll nämlich regnen.

A.N.

Es gibt noch eine andere studentische Publikation, die ich gerade erst entdeckt habe: Iurratio, die Zeitschrift für stud. iur.

Iurratio ist schon ein seltsames Blättchen. Die Zeitschrift ist erstes Projekt einer größer angelegten studentischen Organisation. Hehres Ziel ist „juristische Nachwuchsförderung“, inhaltlich liegt sie irgendwo zwischen Karrieremagazin, Ausbildungs- und Fachzeitschrift. Immerhin schreibt in der aktuellen Ausgabe Herr Kotulla zum (jetzt leider wieder mal gescheiterten) Umweltgesetzbuch, es geht um Menschenwürde von Gefängnisinsassen und Piraterie am Horn von Afrika.

Haptisch und visuell gibt es zwar Bonuspunkte für gutes Papier und nettes, aber leider auch etwas biederes Design, schlecht ist jedoch, dass die Seiten extrem vollgefrachtet sind und teilweise arg kleine Schriftgrade gewählt wurden.

Fazit: Gute Themen, die Aufmachung lenkt aber stark ab. Wer einen Blick hinein werfen will: Im Vorraum beim Wachmann liegt ein Stapel aus.

Schutzwürdige „Stakeholder“ eines Unternehmens sind nicht nur die Gesellschafter oder Aktionäre, sondern auch Kunden, Mitarbeiter, Zulieferer und der Staat.

ÖffWirtR, GesR, VerbrSchR, ProdHaftR, VWL, BWL…

Vor ein paar Tagen kam die Stellungnahme der Hochschulleitung zur Evaluation 2008 samt einiger netter Hinweise. Antworten vermisse ich jedoch vor allem auf die – aber anscheinend nur von mir gestellten und nicht im Gesamtinteresse stehenden – Fragen:

  • Wieso gibt es offenbar eine „Lex W.“ bezüglich des Rauchverbots für einen nicht näher genannten Mitarbeiter des Facility Managements und der Mitarbeiter des Wachdienstes?
  • Wieso fehlt jeglicher Kommentar über das ach so wunderbare und gut funktionierende Intranet?
  • Auch wenn dazu wohl kaum öffentlich Stellung bezogen wird, hätte mich ein Kommentar zu Arbeitsmoral und Anstellung einer bestimmten Person doch sehr interessiert…
  • Wenn uns ein dritter großer Hörsaal fehlt, warum wurde der Ovale Hörsaal dann überhaupt so gebaut wie er gebaut wurde? Ein wenig Reflektion und Selbstkritik hätte gut gefallen.

Der zentrale Satz ist für mich jedoch der folgende: „Die Hochschulleitung hält geringe Überschneidungen auch deshalb für vertretbar, weil die externen Veranstaltungen zur Einnahmensituation der Hochschule beitragen.“ Jetzt haben wir es also schwarz auf weiß: Wenn es ums Geld geht, ist die Lehre nicht so wichtig. Danke für diese Klarstellung.

P.C.

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