Januar 2008


Ich habe gerade meine Wahlbenachrichtigung bekommen:

Wahl

Sie dürfen jetzt bis zu 6 Stimmen für die Bürgerschaft und 6 Stimmen für Ihre Bezirksversmmlung vergeben. Das klingt zunächst kompliziert, ist jedoch bei näherer Betrachtung der Stimmzettel ganz einfach.

Hm. Für alle, die diesen Sätzen nicht unbedingt zustimmen können: Ein buc.blog-Wahl-Special ist in Planung!

Neulich in meinem Posteingang (sinngemäß):
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Die Geschäftsführung rät:
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BE BRIGHT
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BEBRIGHT
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TURN OFF THE LIGHT
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…when leaving the library!
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Die Geschäftsführung will Strom sparen. Sei es, um den Geldbeutel ihrer Studenten zu schonen, sei es um des lieben Umweltschutzes willen. Soweit so gut. Buc.blog hakt nach: Welche Zahlen stecken hinter der hell erleuchteten Bib?
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Jeder der 450 Arbeitsplätze der Hengeler-Mueller-Bibliothek wird von zwei 55-Watt-Leuchtstoffröhren erhellt. Wer also nachlässig das Licht brennen lässt und es erst am folgenden Abend ausschaltet, hat satte 2,64 Kilowattstunden (kWh) elektrischer Energie verglühen lassen.
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Bei einem für Großabnehmer vorstellbaren Tarif von 10 Cent/kWh muss ich auf dem abendlichen Weg zur Drehtür nur sechsmal auf das kleine schwarze Knöpfchen drücken, um mir „über Nacht“ einen Schokoriegel für die Kaffeepause zwischen HandelsR und POR zu verdienen!
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Auf der Umweltbilanz sieht es ähnlich deutlich aus: 2,64 kWh bedeuten einen CO²-Ausstoß von 1584 Gramm. Bei einem energiebedingten pro-Kopf-Ausstoß von täglich 30 kg in Deutschland ist das kein Pappenstiel.
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Die Frage ist nur: Warum brauche ich zwei 55-Watt-Lampen über meinem Bib-Arbeitsplatz? Die Tastatur des Autors dieser Zeilen ist mit gerade einmal 30 Watt in der Schreibtischlampe taghell ausgeleuchtet. Heutige Energiesparlampen machen schon bei 12 Watt ordentlich Licht. Die, die’s erfunden haben, dachten sogar an eine angenehme Lichtfarbe, indem sie zwei verschiedenfarbige Röhren (einmal weiß und einmal gelblich) eingebaut haben. Vor lauter Ergonomie haben sie aber Ökonomie und leider auch die Ökologie vergessen. Schade. Was ist die Konsequenz? Genau: Be bright…

Then from the dawn it seemed there came, but faint
As from beyond the limit of the world,
Like the last echo born of a great cry,
Sounds, as if some fair city were one voice
Around a king returning from his wars.
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Alfred Tennyson
, Idylls of the King (1885)

Diese Zeilen inspirierten die amerikanische Komponistin Elinor Remick Warren (1900-1991) im Jahr 1939 zu einem Werk für Chor und großes Sinfonieorchester in einer Stilmischung aus Neoromantik, Expressionismus und amerikanischer Filmmusik. Chor und Orchester der Universität Hamburg, darunter auch vier Studenten der BLS, bringen es am nächsten Sonntag in der Laeiszhalle zur Aufführung. Außerdem gibt es noch das spätromantische Requiem „Sylvesterglocken“ von Hans von Koessler (1853-1926) aus dem Jahr 1897 zu hören – für beide Werke ist es die erste Aufführung seit mehreren Jahrzehnten, es handelt sich also um wirkliche Raritäten.

Arthur
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© Wiebke Preuss
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Hier gibt es eine Einführung in das – zugegebenermaßen schwierige, aber wirklich schöne Programm.

 

Ich weiß, ich habe gerade schon einmal darüber gebloggt, aber mir war das Ausmaß der ganzen Sache nicht bekannt. Betroffen von der Sperrung für die EVP-Nachmittagskleingruppen sind alle KG-Arbeitsräume in der Bibliothek und die Studierendenlounge! Hallo, liebe SV? Auch schon wach geworden? Ich darf nicht einmal mehr in die Studilounge? Ich bin ja vieles gewohnt, aber ich hatte mir doch wirklich gedacht, dass das alles durch den Neubau anders würde…

EVP

Ein kleiner Tipp: Es gibt Räume, in denen noch Platz wäre – im „Boardroom“ im Verwaltungsflügel war diese Woche laut Belegungsplan zum Beispiel nur eine einzige Veranstaltung.

Was für ein Tag, voller Elan, bis über beide Mundwinkel strahlend blicke ich der Sonne entgegen und freue mich auf das was mich noch erwartet. Dann geschieht es, meine Laune fällt von einer Sekunde auf die andere in ein unergründliches Loch, ohne jeglichen Lichtblick – eine quasi ausweglose Situation.

Gibt’s dagegen was von ratiopharm? Mit Sicherheit, aber auch die FAZ (die Zeitung, die vor gar nicht allzu langer Zeit, Leute, die schon gar allzu lange Zeit ihr Leben verleben diskreditiert haben soll) hat sich dieses Problems angenommen und gibt eine Anleitung zum Glücklichsein. Darin heißt es:

Aus der Opferhaltung in die Selbstverwaltung wechseln

Meist sind es nur ein oder zwei Dinge, aber die vernebeln einem den ganzen Tag“, sagt der Psychologe. „Störquellen“ nennt er das, die gelte es zu identifizieren. Aber eben auch Kraft- und Motivationsquellen. Und wenn man dann weiß, ob etwa eine seit Tagen aufgeschobene Arbeit oder ein unsympathischer Kollege die Störquelle ist, gilt es, diese aktiv zu beseitigen. „Sie müssen aus der Opferhaltung in die Selbstverwaltung wechseln“, mahnt Rechlin.
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Genau, die Selbstverwaltung! Werden sie aktiv, beseitigen sie die Störquelle, auch ihren Kollegen wenns sein muß! Jugendkriminalität? Probleme von gestern. Auf dem Weg zur Arbeit brauchen Sie sich in der U-Bahn jetzt zumindest keine Gedanken mehr zu machen. Vielmehr sollte sich so manch einer fragen, ob sich der Kauf einer Hin- und Rückfahrkarte nicht als Fehlinvestition erweisen könnte…

C.D.

Kennt ihr das, wenn ihr irgendwo mal ein paar Momente Stille nur für euch habt und in Gedanken schweifen könnt?
Ab jetzt geht das nur noch in der Vorlesung, denn zumindest in der Coffee-Lounge ist es damit ein für alle mal vorbei.

Wovon ich rede?

Von unserem neuen audio-visuellen Glotzophon! Es prangt in der Kaffee-Idylle, um all jene zu verbannen, die noch des Gespräches fähig waren, deren Gedanken sich jenseits von Treu und Glauben zu erstrecken vermochten.

All jene Kommunikationsbanausen und Verfechter der laterna magica des 21. Jahrhunderts seien gewarnt und an die kurze Halbwertszeit anderer technischer Gerätschaften in selbigem Umfeld erinnert.

Ich bitte um Vorschläge zur Substitution der visuellen Verschandelung von Wand und Geist. Vielleicht etwas zeitgenössische Kunst?

C.D.

Update: Inzwischen hat bereits jemand das Gerät ausgeschaltet.

N.C.

…die Mail von Frau ¤¤¤¤¤ (studentische Angelegenheiten) an den kompletten Jahrgang, nachdem die BWL-Klausuren auf die Schließfächer verteilt waren:

Herr ¤¤¤¤¤, Ihre Klausur liegt bei Frau ¤¤¤¤¤ – Ihr Postfach war verstopft.

  • Hat da jemand zu viele Nebenfächer gewählt und bekommt gerade gaaanz viele Klausuren zurück?
  • Oder hat da jemand gaaanz viel Schokolade für lange Abende in der Bib gehortet?
  • Wollte sich der Briefträger nicht zu den untersten Schließfächern bücken?
  • Sind es lauter Liebesbriefe?
  • Oder ist es einfach schon die dritte Trimesterwoche, und es sammeln sich schon die ungelesenen Skripten, die man „irgendwann am Wochenende mal“ lesen muss?

Sicher ist nur eins: Irgendjemand war da definitiv zu faul, eine separate Mail zu schreiben. Und ja, größere Schließfächer wären cool. Wenn irgendein Großbuddhist das hier liest: Das wäre mal ’ne coole Sponsoring-Idee!

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